M2X abgeschlossen – Schnittstellenspezifikation beim VDMA veröffentlicht

Mobile Roboter müssen im betrieblichen Alltag mit unterschiedlichen Systemen zusammenarbeiten: Sie übergeben Ladung an Stationen, nehmen Transportaufträge entgegen, passieren Türen oder nutzen Aufzüge und Ladegeräte. Häufig erfordert die Verbindung dieser Systeme individuell entwickelte Schnittstellen. M2X – kurz für „Machine to X“ – beschreibt hierfür gemeinsame Kommunikationsinhalte und Abläufe. Das Ergebnis umfasst Schnittstellen für Lastwechsel, Transportaufträge, Türen, Signalgeräte, Aufzüge und Ladegeräte. Ziel ist es, wiederkehrende Integrationsaufgaben zu vereinfachen und die Zusammenarbeit von Systemen unterschiedlicher Hersteller zu erleichtern.
Mit der Veröffentlichung durch den VDMA stehen diese Ergebnisse nun gebündelt für die industrielle Anwendung zur Verfügung. Die 65-seitige Dokumentation „M2X – Interface for communication between mobile robots and peripherals in industrial environments“ beschreibt die Anforderungen, Datenstrukturen und Kommunikationsabläufe der einzelnen Schnittstellen. Sie wurde als Version 1.0.0 mit Stand August 2026 zunächst als Entwurf veröffentlicht. Hersteller, Integratoren und Betreiber können die Spezifikation für eigene Entwicklungen heranziehen, in ihren Anwendungen erproben und Rückmeldungen zur Weiterentwicklung einbringen.
Die Veröffentlichung schafft eine Grundlage für die weitere Nutzung und Entwicklung von M2X über die geförderte Projektlaufzeit hinaus. Die Spezifikation und die zugehörigen Schemata sind über GitHub verfügbar, eine Webdokumentation erleichtert den Zugang zu den technischen Inhalten. Interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind eingeladen, M2X zu erproben und Erfahrungen sowie Verbesserungsvorschläge über das öffentliche Repository einzubringen.
Wir danken dem VDMA und allen beteiligten Industriepartnern für die Zusammenarbeit und die fachlichen Beiträge zur Entwicklung der Schnittstellen.
Das Forschungsvorhaben M2X mit der Fördernummer 01IF23221N wurde im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
Weiterführende Informationen
Ansprechpartner: Sven Franke

